Der Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie

Mehr Zeit und Geld 

Wir haben uns nach harter Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeberverband Metall NRW auf einen Tarifvertrag geeinigt und das Ergebnis in NRW kann sich sehen lassen: Alle Kolleginnen und Kollegen in der Metall- und Elektroindustrie bekommen 4,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit für zwei Jahre zu reduzieren. Der neue Tarifvertrag trägt damit dem zunehmenden Bedürfnis vieler Beschäftigten Rechnung, sich ihre Arbeits- und Lebenszeit flexibler gestalten zu wollen.

In der Arbeitszeit flexibel und Zeit für das was wichtig ist

Zusätzlich zur Steigerung bei Lohn und Gehalt liegt der Fokus des neuen Tarifvertrags auf dem Faktor Zeit. Die IG Metall packt damit ein großes gesellschaftliches Thema an – und bringt es ein in die Tarifverhandlungen. Die neue Arbeitszeitsouveränität trifft bei den Arbeitnehmern wie auch insgesamt bei den Menschen in Deutschland auf große Zustimmung. 

Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie können mit Abschluss des Tarifvertrags ab sofort stärker selbst über ihre Arbeitszeit bestimmen. Das haben die IG Metall und ihre Mitglieder in der Metall-Tarifrunde 2018 durchgesetzt. Die Beschäftigten können - bei Bedarf - ihre Arbeitszeit zeitweise auf verkürzte Vollzeit reduzieren, bis auf 28 Stunden. Und wer Zeit für die Kinder braucht, Angehörige pflegt oder Schicht arbeitet, kann zusätzliche acht Tage im Jahr freinehmen.

Treu nach dem Leitsatz der IG Metall NRW „Zeit für das was Wichtig ist“. Gemeint ist hiermit der wichtige Ausgleich für die belasteten Schichtarbeiter, aber auch Zeit für die Familie, die Pflege von Angehörigen oder auch ein Ehrenamt. 

4,3 Prozent mehr

Über das Schaffen der flexiblen Arbeitszeitkomponente gibt es auch ein sattes Plus bei den Löhnen und Gehältern in der Branche. So dürfen sich alle Beschäftigten ab dem 1. April über 4,3 Prozent mehr Geld und für Januar bis März über eine Einmalzahlung von 100 Euro freuen.

In einer zweiten Stufe gibt es von 2019 an ein tarifliches Zusatzgeld (T-ZUG) in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsgehalts und einen Festbetrag von 400 Euro. Eltern, Pflegende und Schichtarbeiter können statt diesem tariflichen Zusatzgeld acht zusätzliche freie Tage wählen. Das tarifliche Zusatzgeld (T-ZUG) setzt sich aus zwei Teilen zusammen, dem T-ZUG A ― 27,5 Prozent vom individuellen Monatsentgelt. Und dem T-ZUG B ― pauschal 400 Euro. Beschäftigte mit Kindern, zu pflegenden Angehörigen und in Schichtarbeit haben die Wahl und können anstelle von T-ZUG A zusätzlich acht Tage im Jahr freinehmen. Wer die acht Tage tarifliche Freistellungszeit gewählt hat, erhält die 27,5 Prozent nicht. Alle Beschäftigten jedoch erhalten das volle T-ZUG B in Höhe von 400 Euro. Für Auszubildende gibt es 200 Euro. Dadurch profitieren die unteren Einkommensgruppen überproportional.

Zusätzliche Zeit-Komponente ist dauerhaft

Mit dem T-ZUG hat die IG Metall eine neue tarifliche Sonderzahlung neben dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld in der Metall-und Elektroindustrie durchgesetzt. Das T-ZUG mit Wahloption auf tarifliche Freistellungszeit gibt es ab jetzt dauerhaft.

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Wie funktioniert das mit der flexiblen Arbeitszeit? Die IG Metall NRW erklärt das neue tarifliche Arbeitszeitmodell.

Laufzeit von 27 Monaten

Desweiteren bekommen bekommen Auszubildende ab 2019 bis zu drei freie Tage, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 27 Monaten und gilt bis März 2020.

Verhandlungsergebnis in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie: Verantwortung in unsicheren Zeiten

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat eine Dimension erreicht, die mittlerweile weite Teile von Wirtschaft und Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen stellt. Vor diesem Hintergrund wurde die begonnene Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ausgesetzt, um aktuell drängende Themen von Beschäftigten und Unternehmen zu regeln. Weitere Informationen hier.

 

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Metallnachrichten Nr. 1

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Plakat zur Tarifrunde

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IG Metall Vorstand empfiehlt vorgezogene regionale Tarifverhandlungen über ein ''Zukunftspaket''

++ Voraussetzung ist das Einhalten des Moratoriums für einen fairen Wandel ++ Beschäftigte brauchen umgehend Sicherheit in der Transformation ++ Kaufkraft muss gestärkt werden ++ Mehr Informationen hier.

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Flugblatt zum Tarifabschluss Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2020

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Tarifrunde 2020 in der Metall- und Elektroindustrie – Es geht los

Endlich ist es wieder soweit – Die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2020 nimmt Fahrt auf. Rund 30 Betriebsräte aus Betrieben der Metall- und Elektroindustrie im Bereich der IG Metall Geschäftsstelle Köln-Leverkusen diskutierten im Tariftreff, am 20. Januar 2020 über die Forderungsansätze für die anstehende Tarifrunde und die derzeitige Situation in den Betrieben der Region. Mehr Information hier.

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