Metall und Elektro Presse 2018
24/01/2018

2390 Warnstreikende von Ford bis Burscheid

Ford:

Heute traten 1500 Beschäftigte der Ford-Produktentwicklung und die Beschäftigten von Ford FCSD in den Warnstreik. Eine kleine Delegation aus dem Ford-Forschungszentrum Aachen unterstützte die Kolleginnen und Kollegen. Ebenso ließen es sich etliche Beschäftigte der GFT (Getriebeentwicklung) nicht nehmen, an der Kundgebung teilzunehmen. Kerstin Klein aus der Geschäftsführung der Kölner IG Metall sprach den Arbeitgebern eine Warnung aus: “Es nur bleibt nur noch diese Woche Zeit, um eine Lösung zu finden! Ansonsten werden die 24-Stundenstreiks aufgerufen.“ Die Nachtschicht Ford FCSD wurde um 5.15 Uhr vor dem Tor 52 über die aktuellen Entwicklungen im Tarifstreit informiert. Die Frühschicht sammelte sich um 9.45 Uhr zum gemeinsamen Spaziergang mit dem Entwicklungszentrum zur Veranstaltung um 10.15 Uhr. Die Stimmung wurde dort von der Band „De Köbesse“ angeheizt.

Die Spätschicht von FCSD streikt inhouse um 17.30 Uhr.

Burscheid:

890 Beschäftigte aus den Betrieben der Region Leverkusen-Burscheid, Cornelius Deutschland, Deuta Werke, Emil Nickisch, Federal-Mogul Powertrain, Geberit Mapress, Halfen, Halfen - Betrieb MSC/Werk, Halfen Vertriebsgesellschaft, Karl Scharrenbroich, Manitowoc Crane Group Germany, SKF Sealing Solutions, TeroLab Surface, Tractel Greifzug folgten dem Aufruf zum Warnstreik. Vom Werk Federal Mogul aus marschierten sie zum Marktplatz Burscheid.

Kollegin Beutert, Gewerkschaftssekretärin IG Metall Köln-Leverkusen: „. Es ist ganz einfach: Wir wollen mehr Zeit zum LEBEN und wir wollen in einer Zeit, in der Dividenden auf Höchstniveau ausbezahlt werden, die Wirtschaft das höchste Wachstum seit 2011 aufweist und wir 2017 wieder einmal Exportweltmeister geworden sind eine anständige Lohnerhöhung!“

„Die Auftragsbücher in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sind prall gefüllt Die Betriebe laufen im roten Drehzahlbereich. Die Gewinnsituation in der Metall- und Elektroindustrie ist ebenfalls hervorragend. Wenn Betriebe in Schieflage sind und dies sehr wenige, liegt es an Missmanagement und ungenügender Betriebsorganisation – aber nicht an der Konjunktur und auch nicht an den zu hohen Löhnen der M & E-Industrie,“ so Wolfgang Rasten, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Köln-Leverkusen.

Am 31. Januar findet die vierte Tarifverhandlung in Düsseldorf statt.

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