Presse 2020
09/03/2020

Heimische Unternehmen streichen Ausbildungsplätze - IG Metall Köln-Leverkusen: Das ist ein Skandal

Viele heimische Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie fahren angesichts der Konjunkturkrise ihre Ausbildungskapazitäten herunter. Das ergibt eine Umfrage der IG Metall unter Betriebsräten der Branche in der Region Köln-Leverkusen. Demnach wird in 18 Prozent der Unternehmen die Zahl der Ausbildungsplätze in diesem Jahr sinken. In 58 Prozent wird sie stabil bleiben.

 

„Was da gerade passiert, ist ein Skandal“, sagt Dieter Kolsch, Geschäftsführer der IG Metall Köln-Leverkusen. „Wir finden es unverantwortlich, wenn Unternehmen jetzt an der Ausbildung sparen. Offenbar ist den Arbeitgebern nicht an ihrer eigenen Zukunft gelegen. Wer heute Ausbildungsplätze streicht, muss nicht jammern, wenn ihm morgen die Fachkräfte fehlen“, führt Kolsch weiter aus.    

 

An der Umfrage in der Region beteiligten sich Betriebsräte aus 42 Betrieben. „Das Ergebnis bestätigt, was wir leider aus viel zu vielen Unternehmen hören: In der Not sparen die Unternehmen an der Ausbildung“, sagt Kolsch. Das sei der falsche Weg. „Gerade jetzt müssen die Unternehmen dafür sorgen, dass sie Fachkräfte halten und neue ausbilden.“

 

Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall in der gerade begonnenen Tarifrunde die Sicherung von Beschäftigung in den Vordergrund gestellt. Die Gewerkschaft will verhindern, dass die Unternehmen die konjunkturelle und strukturelle Krise nutzen, um großflächig Arbeitsplätze abzubauen.

 

Deshalb hat die IG Metall den Arbeitgebern angeboten, über ein Zukunftspaket zu verhandeln. „Wir wollen künftig Zukunftsvereinbarungen auf betrieblicher Ebenen abschließen können“, erläutert Kolsch. In solchen Vereinbarungen will die Gewerkschaft dann Instrumente festlegen, mit denen Arbeitsplätze gesichert werden können, etwa durch intelligente Arbeitszeitregelungen.

 

„Wir wollen, dass Unternehmen und Beschäftigte möglichst unbeschadet durch die derzeit schwierige Situation kommen“, erläutert Kolsch. „Zugleich wollen wir Weichen für die Zukunft stellen.“ Viele Unternehmen aus der Region Köln-Leverkusen seien auf diese Herausforderungen der Zeit nicht eingestellt. „Das wollen wir ändern“, führt Kolsch aus. „Und wir werden ganz sicher dafür kämpfen, dass die Unternehmen nicht als Erstes an der Ausbildung junger Menschen sparen.“

 

V. i.S.d.P.:                     Dieter Kolsch

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Annika Leenen

 

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