#FairWandel – Nur mit uns! Aktuelles
29/10/2021

IG Metall geht bundesweit für fairen, sozial-ökologischen Wandel der Industrie auf die Straße

  • Bilder: Stephen Petrat

Rund 800 IG Metaller/-innen aus dem Rheinland beteiligten sich am 29. Oktober am IG Metall Aktionstag unter dem Motto "FairWandel - sozial, ökologisch, demokratisch" im Kölner Südstadion. Die Kolleginnen und Kollegen kamen aus den Bereich der IG Metall-Geschäftsstellen Aachen, Bonn-Rhein-Sieg, Düren-Stolberg, Gummersbach, Köln-Leverkusen, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid-Solingen und Velbert. Bundesweit gingen zehntausende Metallerinnen und Metaller in vielen kleinen und großen Städten auf die Straße, um ihren Forderungen an die nächste Bundesregierung Nachdruck zu verleihen.

Im Kölner Südstadion nahmen Betriebsräte der Region in vier Podien Stellung zu den Ergebnissen der Sondierungsgespräche und stellten klar, welche Bedarfe bzw. Kritik es aus Sicht der Beschäftigten gibt. Eine Einschätzung des Sondierungsergebnisses gab es auch von der DGB Vorsitzenden in NRW, Anja Weber, die ein Grußwort an die Metaller/-innen richtete.

Die Metaller/-innen riefen auf der Veranstaltung die Politik auf, einen fairen Wandel der Industrie mit massiven öffentlichen Investitionen und gesetzlichen Leitplanken zu unterstützen und demonstrierten für sichere und gute Arbeit in einer klimafreundlichen Industrie. Sie forderten den Verzicht auf Entlassungen in der Transformation, eine tragfähige Perspektive für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine Qualifizierungsoffensive und sichere Ausbildung vor Ort anstelle von Verlagerungen ins Ausland. Bis zum Jahr 2030 braucht es öffentliche Zukunftsinvestitionen in Höhe von 500 Milliarden Euro, so eine weitere Forderung. Die Lasten müssen gerecht verteilt werden, die notwendigen Investitionen durch solidarische Finanzierung getragen werden.

Das sind nicht nur die Weichen, die wichtig sind, um Beschäftigung und Wohlstand zu halten, sondern auch, um den sozialen Frieden in der Gesellschaft sichern. Ungerechte Vermögensverteilung und Chancenlosigkeit bilden auch immer das Einfallstor für Rassismus und Hass.

Dagegen positionierten sich die teilnehmenden IG Metall-Geschäftsstellen ausdrücklich, denn in den Betrieben wird seit Jahrzehnten gelungene Integration gelebt. Zum Abschluss des Programms in Köln gab es daher eine Fotoaktion, in der das Deutsch-Türkische Anwerbeabkommen gewürdigt wurde, welches am 30.10.2021 sein 60- jähriges Jubiläum feiert. „Wir sagen damit Danke an unsere türkisch-stämmigen Kolleginnen und Kollegen. Danke für 60 Jahre Solidarität und Freundschaft!“

 

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