Metall und Elektro Presse 2018
10/01/2018

Warnstreik mit Quietscheentchen

Heute um 14 Uhr folgten ca. 70 Kolleginnen und Kollegen der Firmen Bosch Sicherheitssysteme, ThyssenKrupp Aufzüge, Otis, Schindler und Kone dem Warnstreikaufruf der IG Metall im Rahmen der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie am Fühlinger See. Mit einem aufblasbaren Handy und einem Handykostüm machten sie vor allem auf ihre Situation im Außendienst aufmerksam. Neben der Forderung nach 6 % mehr Geld, geht es den Kolleginnen und Kollegen um Arbeitszeiten, die zum Leben passen. Mit ihrer Botschaft „Rufbereitschaft – ohne UNS geht IHR baden!“ und „Erreichbarkeit hat seinen Preis!“ machten die Monteure deutlich, dass auch die ständige Erreichbarkeit und zunehmende Flexibilitätsanforderungen belastend sind. Wir fordern mehr selbstbestimmte Arbeitszeiten und einen Entgeltzuschuss für belastende Arbeitszeiten. Dazu gehört auch die Rufbereitschaft, die viel zu oft zu Lasten von Familie und Privatleben geht und aus Sicht von Arbeitswissenschaftlern mindestens genauso gesundheitsgefährdend ist wie Schichtarbeit im Dreischichtbetrieb. Die Monteure sind sich einig, dass die Arbeitgeber die Flexibilität der Tarifverträge zur ihren Gunsten voll ausnutzen, während die Beschäftigten mit ihren Bedürfnissen immer mehr auf der Strecke bleiben.

Einstimmig war auch die Meinung, dass das Angebot der Arbeitgeber von nur 2% mehr Geld ein Schlag ins Wasser sei.

Mit weiteren Warnstreiks ist in den nächsten Tagen auch in anderen Kölner Betrieben zu rechnen. Am 18.1.2018 findet für NRW die 3. Verhandlung in Neuss statt.

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