Aktuelles Metall und Elektro
18/11/2020

Aktionstag DEUTZ AG - Tradition verdient Zukunft

Die IG Metall-Vertrauensleute der DEUTZ AG setzten mit einem Aktionstag ein Zeichen, um ihren Unmut über die Firmenpolitik der Vorstand der DEUTZ AG zum Ausdruck zu bringen.

 Wir fordern:

  • Respekt vor den Leistungen der Kolleginnen und Kollegen und damit keine weitere Erpressung mehr durch Verlagerungs- und Schließungsszenarien.
  • Eine belastbare Zukunftsperspektive für die deutschen Standorte und Beschäftigungssicherung.

  • Keine Überforderung mit Beschäftigtenbeiträgen.

Hintergrund der Aktion ist der Umstand, dass der Vorstand der DEUTZ AG die Beschäftigten aller Standorte weiterhin unter Druck setzt. Die Sicherung der Beschäftigung und der Standorte macht der Arbeitgeber auch von Tarifbeiträgen der Beschäftigten abhängig.

Die betrieblichen Gremien der IG Metall an allen Standorten haben ein Verhandlungsmandat erteilt, um mit dem Vorstand der Deutz AG zu verhandeln.

Am 9.11. hat das erste Gespräch mit der Arbeitgeberseite stattgefunden. Das Unternehmen hat hier erhebliche Beschäftigtenbeiträge über mehrere Jahre gefordert.                                                                                                   

Sabine Beutert, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Köln-Leverkusen: „Wir haben deutlich gegen das Volumen und die Laufzeit Position bezogen. Ja, die DEUTZ AG ist von der Krise betroffen. Der Konzern steht aber finanziell stabil da. Die Belegschaft wird durch das Projekt „Transform for Growth (T4G)“ schon extrem gefordert. Über das Freiwilligenprogramm und natürliche Fluktuation werden viele Beschäftigte die DEUTZ AG verlassen.“

Im Eckpunktepapier hat sich der Vorstand der DEUTZ AG zum Standort Deutschland und Investitionen in die Standorte bekannt. Im Gegenzug hat der Gesamtbetriebsrat und die örtlichen Betriebsräte dem Freiwilligenprogramm zugestimmt und die Konditionen bestmöglich gestaltet sowie eine Vorgehensweise bezüglich der Maßnahmen im Projekt T4G verabredet. Die IG Metall hat im Eckpunktepapier Bereitschaft signalisiert, entsprechend der Regularien der Tarifverträge Verhandlungen aufzunehmen.

Der Vorstand der DEUTZ AG hat entschieden, dass weltweit 1000 Stellen abgebaut werden sollen. (Davon 850 in Deutschland. 380 Beschäftigte sind volumenbedingt durch Auslaufen der Befristungen und Leiharbeit schon abgebaut worden, maximal 350 Kolleginnen und Kollegen könnten durch das Freiwilligenprogramm den Betrieb verlassen. Hinzu kommen weitere Renteneintritte bis 2023). 

Beutert: „Es war bei den Verhandlungen des Eckpunktepapiers im Juli nicht die Rede davon, dass darüber hinaus weitere Arbeitsplätze durch Verlagerung zur Disposition gestellt werden. Dennoch wird vom Vorstand weiter das Szenario gestresst, dass Komponenten- und Teile sowie Montagen und Entwicklungen verlagert werden könnten. Das komplette Werk in Herschbach und das Wellenzentrum in Köln wird in Frage gestellt sowie die Verlagerung der Montage der Baureihen 6.1, 7.8. und 5.2 nach China angedroht und zudem könnte die Entwicklung radikal reduziert werden. Negative Effekte für den Standort Ulm wären dadurch mittelfristig die Folge. Das wäre dann gar nicht mehr sozialverträglich!“

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